Mittwoch, Juli 01, 2015

Stausee-Etappe

Gestern saß ich noch mit einem Paar aus Thüringen, große Wanderer vor dem Herrn. Wenn die Frau mal nach Venedig will, wird von Stadtilm aus los gelaufen. Hier sind sie von Erfurt nach Varna geflogen, mit Bus nach Asenovgrad getreidelt und von dort durch die Rhodopen marschiert. Sie haben beide jeweils einen ca. 12kg-Rucksack und sind super gut drauf.
Stausee des Tsankov Kamak Wasserkraftwerk der Vatscha-Kaskade
Für einen Wanderer oder Radler kann ein Stausee ganz schön nerven. Wer erinnert sich nicht gern an die große Heldentat des einzig lebenden Helden, als er am Cerna-Stausee jede Mitfahrgelegenheit ausschlug und vor dem magazin mixt in Cerna Sat zusammenbrach, 20 m über den Fluss wies und meinte: "Dort wird gezeltet!" Heute lagen drei Stauseen auf der Strecke im Vatscha-Tal nach Krichim bei Plowdiw. Gleich nach Devin ein Anstieg auf einer nagelneuen Straße. Diese führt bis auf eine Höhe von 1.080 m und beinhaltet den 880 m langen Lyaskovo-Tunnel. Dann folgte die Belohnung, eine großartige Abfahrt, die mit der Tunnel Durchfahrt oben beim Dorf Lyaskovo startete und hinter dem Tsankov Kamak Damm fast den Talboden erreichte.
Damm "Vacha" / Язовир "Въча"
Die nächsten beiden Stauseen waren ein lockeres Pedalieren durch ein faszinierendes Felsental, nach den beeindruckenden Staumauern immer mit einer tollen Abfahrt.
Damm "Krichim" / Язовир "Кричим"
Vor den Rhodopen in Krichim
Ich muss noch was zu den aktuellen Eigenschaften des rakija sagen. Ich habe mir einen bestellt, Peschtchera, die Nachbarortschaft und offensichtlich ein Weinanbaugebiet. Das sind die führenden Marken beim rakija: Karnobatska und eben Peschtchera. Das sind ganz feine milde Brände, goldgelb. Nur etwas ist merkwürdig, man kriegt Eiswürfel dazu. Damit's länger reicht?

1 Kommentar :

Anonym hat gesagt…

Auch wenn ich mit meinen Kommentaren dir langsam auf den Senkel gehe...
Es ist sicher eine sehr schöne Tour am See lang gewesen, aber Richtung Ost gibt es noch sehr viel zu sehen. Da um Smoljan herum befinden sich noch sehr viele Objekte.
Die m.M. nach höchste Bergpassage Bulgariens die man mit normalem Fahrrad an der Perelikhütte erreicht. Daneben gibt es noch paar alte Dörfer bei Schiroka Laka, die noch mit Natursteintafeln gedeckt sind. Und natürlich der Watherfall-Canyon gleich neben Smoljan. Ob man zu der Sehenswürdigkeit Tschudnite Mostowje, die Wunderbaren Brücken gelangt, würde mich auch mal intressieren.Am Rand der Rhodopen liegt ja auch noch das Batschkovo-Kloster und die Festung des Zaren Assen, Assenovske Krepost.
Um Asenovgrad wird aus der Mavrudrebe der Wein Monastirske Schoschukanje,in deutsch auch Klostergeflüster genannt, gekeltert. Und an den erinnere ich mich besonders gern
Alibotusch