Dienstag, Juni 20, 2017

Ein Pizzatag

Mugnano
Ich habe es angenommen, das italienisch leben. Glaube ich zumindest, der Italiener an sich möge in seiner überlegenen Art schmunzeln. Er ist aber sehr freundlich. Wenn ich an einem schattigen Platz an der Straße mich erschöpft auf mein Rad stütze, hält immer mal einer an, und fragt, wie es mir geht. “Bene, grazie!” Ich sehe nur vormittags den Einen oder anderen Rennradler. Heute gab es im Hotel in Attigliano am Tiber nur ein italienisches Frühstück: Einen grande cafe und ein Stück trockene Torte. In Castiglione in Teverina, der antiken Weinstadt, fand ich eine Pastizeria und Pizzeria für die Vesper am Vormittag. Der Bäcker war ein mächtiger Hirte, der blitzschnell aus dem Blech mir ein Stück Mozzorella & Oliven-Pizza herausschnitt. Dazu ein birra grande der Marke “Nostri azzurro”. Diese Kombination macht Appetit, ein weiteres Stück ruckzuck aus dem Blech herausgeschnitten, pomodori und auf einem Quadratmeter Pizza anderthalbe Sardellen, sehr lecker. Nichts, aber auch garnichts, was mir bisher als Pizza vorgesetzt wurde, kann sich mit diesen Meisterstücken messen. Als ich bezahlen wollte, hatte er was Neues hingestellt, was PANIERTES. Das musste ich kosten, eine Rollade 3x6 cm, möglicherweise waren drinnen Graupen, wie in der minestrone? Großartig. Die Rechnung: 7 €.
Castiglione in Teverina - antikes Land der Weinherstellung
Es ist hier Weinland, es ist in Italien wohl überall Weinland und jeder fördert seine Marke. Ich habe gerade einen trockenen vino bianco aus der antiken Weinstadt gekostet. Sie freuen sich, wenn man den hiesigen Wein lobt … und verdammt, er ist auch immer gut.
Orvieto ist eine mächtige befestigte Stadt oben auf einem Felsen, man muss nicht immer da hoch, schaut auch von unten gut aus. Es gibt aber auch einen unteren, modernen Teil Orvieto Scalo mit dem Bahnhof.
Später das Mittagessen in Orvieto
Nun habe ich ein kleines Hupperle mit dem Zug nach Arezzo gemacht, um in den nächsten drei Tagen das Chianti-Land zu erobern.

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