Freitag, Juni 23, 2017

il primo e l'ultima volta

San Gimignano: Partnerstadt von Mestia
Ich habe die Toskana durchquert. Es ist sicher die schönste Landschaft, die ich jeh sah … aber man muss sie sich auch leisten können. Die Sache mit dem Geld ist klar. Mit einem Auto & Camper wie die vielen Nieder- und Engländer zählt nicht. Man sollte es schon wie die Italiener machen, mit dem Rad. Oder dem Pilgerstab auf den Franzenswegen. Sei sicher, Dir wird geholfen, wenn die Sonne und die Anstiege Dich ausdörren und herausfordern. Wie gerade mir eben, beim Aufstieg auf den Höhenzug Montalbano bei Vinci, dem Stammort des letzten großen Universalgelehrten und Genies. Für den letzten Kilometer (wirklich) erbarmte sich meiner ein kerniger Mäher. Mein Rad kam zu seiner Maschinensense hinten rein in den Kleinlaster, wir haben uns sogar mit ein paar Wörtern vorne unterhalten können. Ein feiner Kerl. Ich bin jetzt wieder auf 440 m aus dem Tal des Arno aufgestiegen. Die 350 Höhenmeter vorher habe ich selbst geschafft (geschoben). Der feine Kerl lockte mich auch zu der Aussage: “Il primo e l'ultima volta! Das erste und das letzte Mal.” Und in der Tat, ich werde morgen versuchen, mit dem Zug auf den Brenner zu treideln und damit das Kapitel Italien abzuschließen.
Blick in das Tal des Arno bei Florenz
Aber noch ein wenig genießen, die Abfahrt und die Trattoria Ristorante il Barco Reale in Carmignano: Auf meine Frage nach was zu Essen, guckt der Wirt auf die Uhr. Antipasto del Barco, alle Spezereien der Toskana von Salami über Schinken bis zum Käse auf einer Vesperplatte, und Coniglio all’ etrusca, ein Schweinerollbraten an Oliven. Ich kann es nicht mehr beschreiben, mir fehlen die Worte. Worauf ich sonst bei einer Radtour warte, auf eine kulinarische Überraschung - hier jeden Tag.

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