Donnerstag, Juli 02, 2015

Reinrollen nach Plowdiw

Krichim am nächsten Morgen

Da es eine einfache Etappe ist mal was über das Essen. Als ich letztens die Shkembe-Suppe probierte war ich schon enttäuscht, sehr lasch. Ich habe zwar von allen Ingredenzien, die mir hingestellt worden, was rein getan. Aber zu wenig. Jetzt habe ich schon viel mehr gelernt. Der Bulgare an sich will individuell nach würzen. Das geht beim Salat los, und das gilt besonders für die Shkembe.
Würze für die Shkembe
Hauptzutat ist der mit Knoblauch-Spänen versetzte Essig. Dann noch Salz und Pfeffer. Wenn man von dem Essig ordentlich dazu tut, schmeckt es aber wie unsere saure Flecke. Nach dem heutigen Versuch also künftig abgewählt. Zum Shkembe-Frühstück gehört noch ein großes Glas Joghurt, was wirklich lecker ist. Bei dem reichlichen Fleischgenuss gehört nämlich ein Katalysator in den Verdauungsreaktor. Insgesamt darf ich schreiben, immer weiter nach Osten wird die Küche komplexer. Hier in Bulgarien gibt es für den Kartoffelfan wohlschmeckende Zubereitungen mit sirene, dem Weiskäse. Es gibt viele Pfannengerichte und scharf angebratenes Geschnetzeltes. Bestimmt wird kein Teil eines bulgarischen Huhnes nach Afrika exportiert. Ich habe heute in einer wunderbar würzigen Pfanne diverse innere Organe vom Flugvieh verspachtelt.
Jetzt gegen 11 Uhr abends leiste ich mir aber ein wenig Dekadenz: Ich besuche die Whisky-Library in Plowdiw und gönne mir einen Islay Single Malt 15 YO Bowmore. Morgen wieder!