Donnerstag, März 26, 2026

Am Schwarzen Meer

The Dawn: Kap Kaliakra
Es ist einsam am Schwarzen Meer vor der Vorsaison. Ich bin am Kap Ikantalak unterhalb von Topola. Hier haben diverse Investoren diverse Ressorts, Glamping-Plätze und Appartmenthäuser bauen lassen. Zwei Dutzend Leute aus der arbeitenden Klasse versuchen nun die Saison 2026 vorzubereiten. Mein virtueller Host (ich kenne ihn nur aus WhatsApp), der Herr Dimitrov, hat schon mal sein nobles Appartment bei booking.com frei gegeben, wodurch ich mich hier für drei Nächte einmieten konnte. Die booking-Leute sollten mal angeben, in welchem Stockwerk ihre Horntzschen liegen, der alte Ebs musste bis in den dritten Stock kraxeln. Sicher bin ich hier der erste Gast im Jahr, den Kaffee, die Kaffeekapseln und weitere Reste vom letzten Jahr ignoriere ich mal, aus der Wasserleitung lasse ich es mehrere Minuten rauschen. Die kleinen Supermärkte um die Ecke haben noch Alles in Lewa ausgepreist und geschlossen. Ich bin an den großartigen weißen thrakischen Cliffs der bisher einzigste Tourist.

Die weißen Cliffs
Das Wetter die zwei Tage war super, es war eine sonnige Lust zu pedalieren. Die Crux ist nur, um hier wirklich wegzukommen, muss ich knapp hundert Meter die weißen Wände hoch strampeln. Richtung Baltschik gibt es eine alte Küstenstraße mit mäßigen Anstiegen, die ich mit meinem Bio-Rad noch schaffe. 
Am Kap Ikantalak

Da hinten ist Albena
So komme ich an Verpflegung und Getränke, ohne mein Auto bewegen zu müssen. In Tuzlata haben bereits drei klassische skara bira geöffnet, hier werde ich wohltuend empfangen. Ich kann die ganzen Klassiker durchkosten: Schopski Salat, ribni ciorba, kufteta und Rakia. Ich finde eine Schwefel-Thermalquelle und erinnere mich, dass ich hier vor 49 Jahren schon war.

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