Heute ein Tag ohne Auto ... scheen war's. Soroca (russisch und ukrainisch Сороки Soroki, „Elster") liegt direkt am Dnistr. Eine fast 300 m hohe Hügelkette reicht hier bis an das Westufer des Dnistr heran. Die habe ich heute bei der "Lampe der Dankbarkeit" erklommen.
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| Die Kreideklippe unter der "Lampe der Dankbarkeit" |
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| Bekirow Jar - Die Erimitage in der Mitte der Wand |
Gleich unten bevor die Straße ordentlich ansteigt, gibt es den historischen Ort "Bekirow Jar", eine Erimatage in halber Höhe in der Wand. Schon der Haldenweg hat mich abgeschreckt, die 5m hoch Tritte in der bröcklichen Kreidewand hätte ich wohl auch vor 40 Jahren abgewählt. Ich habe mir die Höhe durch Strampeln und Schieben auf der Straße hoch in den Ortsteil Zastinca erkämpft und wurde oben mit einem magazin mixt belohnt. Hier residiert ein uraltes Ömchen. Bei älteren Leuten (also so mein Alter) sollte man russisch sprechen. Das Ömchen erkundigte sich besorgt bei mir, ob wir denn in Deutschland noch Gas haben. Ich trinke draußen zwei Bier aus Chisinau - leidlich. Hier beginnt eine Spur des Menschenhandels.
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| Die Nummer für Arbeit in Europa |
Der Rückweg führte mich durch ein Stadtviertel mit imposanten Villen der Roma-Minderheit, was im Volksmund zum Beinamen „Zigeunerhauptstadt Moldaus" für Soroca führte. Die Architekten ließen sich von diversen weltberühmten Bauwerken wie dem Petersdom oder dem Spasski-Turm inspirieren. Da ist das Haus mit der goldenen Kuppel, das Zigeuner-Parlament und der Palast des reichsten Zigeunerbaron Europas. Nur wenige Paläste machten einen bewohnten Eindruck, ich sah keinen fertig gebaut. Die Paläste ähnelten eher lost places, ich traute mich nicht zu fotografieren.
Nun sitze ich im Restaurant "
Salat" bei einer Soljanka und
bere Timisoareana. Bisher schlägt die Küche in Moldawien die rumänische Küche locker. Auch gut: Die Speisekarten sind großartig bebildert.
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