Sonntag, April 14, 2019

Ich kenne meine Grenzen

In meiner Schutzhütte und dem dicken Schlafsack habe ich die Nacht gut überstanden. Es hat durchgeregnet, ich war im trockenen. Für ein Frühstück einen Abstecher hoch nach Laki gemacht. Das ist eine alte Minenstadt, noch bestehenden Bergbau habe ich nicht beobachten können. Aber der alte Bergmann ist zum Sonntagmorgen immer noch durstig, weiß aber, was sich gehört und trinkt zum Frühschoppen Kaffee und raucht dafür viel. Die Kneipe war voll. Ich konnte dann in einem Geschäft einen Ring leckere Knackwurst und tatsächlich Schwarzbrot kaufen. Ich bin dann zurück zu den Rauchern und habe mir ein Kamenitsa-Bier bestellt. Es schien ein Signal zu sein.

Nun sollte der schwierigste Abschnitt der Tour beginnen. Der Straße #8611 das Tal der Belischska reka aufwärts. Der Fluss führt reichlich Wasser und presst sich duch eine zwei bis drei Meter tiefe Klamm. Ein großartiges Tal mit zwei Sehenswürdigkeiten: Eine Steinbrücke, wo der Fluss durchfließt, und ein respektabler Wasserfall. Auch hier finden sich in den Hängen etliche Halden, die auf Bergbaustollen hinweisen. Weiter oben finde ich im Wald einige Villen im Naturschutzgebiet “Karamusch”. Hier ist dann auch das Campieren verboten. Letztlich erzählt mir Einer am Verbotschild “Putj satroveno!”, dass der Asphalt noch 5km anhält, der weitere Weg nach Planinsko nur noch Steine sind. Es ist sehr kalt, das Navi zeigt 900 Höhenmeter an. Meine Grenze ist erreicht, hier komme ich nicht über die Berge ins Arda-Tal. Ich kehre um. Ich werde nachher an einem der schönen Plätze im Tal beim Dorf Belitsa zelten und morgen zum Aufwärmen ein Hotel aufsuchen und umplanen.

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